Giekewer „FRIEDA“

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Schiffstyp: Giekewer

Länge: 23,60 m
Breite: 4,20 m
Tiefgang: 1,10 m mit Schwert 2,50 m 

Die FRIEDA wurde 1909 als „Giekewer“, das heißt einmastig mit einer Kuttertakelung, Toppsegel und zwei Vorsegel geriggt. Die anderen Ewer dieser Baureihe, wie z.B. das Schwesterschiff, die „ANNA“, bekamen einen zweiten Mast und werden „Besanewer“ genannt. Der Ewer „FRIEDA“ wurde mit einem stählernen Schiffboden gebaut, im Gegensatz wie z.B. die „JOHANNA“, die damals noch einen 100 mm Fichtenboden erhielt.
Die erste Reise endete vor Pagensand auf dem Grund der Elbe. Grund war eine nicht richtig geschlossene Lukenabdeckung. Nach der Instantsetzung auf der Junge-Werft wurde das Schiff an die Schifferfamilie Barkmann verkauft. 1928 wurde auf der Fack-Werft in Lägerdorf der erste Schiffsmotor, ein 25 PS HMG Glühkopfmotor eingebaut. In den dreißiger Jahren wurde die „FRIEDA“ mittschiffs um 8 m verlängert und die Seitenschwerter, der Klüverbaum und das Rigg entfernt. Im August 1958 wurde ihr Unrentabilität aufgelegt. 1959 kaufte die Hamburger Mineralölfirma Ernst Jung die „FRIEDA“ und machte mit ihr unter dem Namen „EJ 12“ Versorgungsdienste für die Schiffe im Hamburger Hafen. 1982 wurde sie Übereignung an den Museumshafen Oevelgönne und ein Vereinsmitglied übernahm den ehemaligen Frachtsegler. 1983 bis 1986 wurde das Schiff mit viel Aufwand und Arbeitseinsatz von Grund auf restauriert. Bei der kleinen Werft Sietas an der Lühe wurde die „EJ 12“ wieder auf das Originalmaß verkürzt und nach alten Plänen aufgeriggt. Der Ewer bekam den ursprünglichen Namen „FRIEDA“ zurück und segelt nun schon seit über 30 Jahre auf Elbe, Nord- und Ostsee. Seit 2012 ist die „FRIEDA“ in Privatbesitz.

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